Initialzündung der neuen Montagsdemonstrationen

Magdeburg gilt als Geburtsort der neuen Montagsdemonstrationen. Begründer soll der arbeitslose Bürokaufmann Andreas Erholdt aus Magdeburg gewesen sein, der die ersten Montagsdemos in der ostdeutschen Stadt mit sozialpolitischem Akzent koordinierte. 
Auch diese Bewegung wurde zur Massenbewegung: Bereits am 30. August 2004 gingen in 200 deutschen Städten über 200.000 Menschen gegen die Sozialagenda 2010 auf die Straße. 

Geschichte und Grundsätze der Montagsdemos: Früher und Heute



Überblick

Die Montagsdemos haben eine Geschichte, die in den Massenprotesten in der ehemaligen DDR im Jahr 1989 ihre eigentlichen Wurzeln haben. Mit den dortigen politischen Entwicklungen hat sich der Begriff Montagsdemonstration - als einer Protestkundgebung, die immer an einem bestimmten Wochentag und zu einer fixen Uhrzeit gegen Missstände stattfindet - überhaupt etabliert. Diese Ausführungen beziehen sich daher zunächst auf diese politischen Bewegungen in der damaligen DDR.

In der neueren Geschichte der Montagsdemos müssen die Proteste gegen die Hartz IV-Reformen berücksichtigt werden, die sich in Anlehnung an die Proteste in der DDR den gleichen Namen gegeben haben. Auch sie haben sich zu Massenkundgebungen entwickelt. Daher behandelt der zweite Teil dieses Textes diese Proteste, die im Grunde auch eine soziale Bewegung sind.

Im letzten Teil dieser Ausführungen werden aktuelle Geschehnisse aufgegriffen: Die Montagsdemos gegen das Projekt Stuttgart 21, die aufzeigen, wie sich Menschen eines alten politischen Instruments bedienen, um ihre Forderungen auch ohne die Grundlage von Direktdemokratie durchzusetzen. Denn Stuttgart 21 führ plastisch vor Augen, wie unterschiedliche Willensbildungen aufeinanderprallen und zeigen damit die Natur von Montagsdemos auf.

Zusammensetzung der Montagsdemos gegen Sozialkahlschlag


Auch heute noch ist die Zusammensetzung der Teilnehmer der Montagsdemos sehr heterogen:

Sie rekrutieren sich aus sozialen Bewegungen, Parteimitgliedern, Parteilosen und aufgebrachten Bürgern, die allerdings bundesweit koordiniert werden.

Eine klare inhaltliche Abgrenzung gibt es zu Faschisten und faschistoidem Gedankengut, wobei es sich aber häufig als nicht einfach herausstellte, das rechte Spektrum rigoros bei den Demonstrationen auszuschließen.

Dieses Argument brachten auch die Gewerkschaftsspitzen vor, um eine Teilnahme an den neuen Montagsdemos zu verhindern.

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